Wappenchronik

Ursprünglich war ein "Wappen" das "Erkennungszeichen" einer festen Gemeinschaft, geometrisch, wie farblich klar und einfach gestaltet. Im Fall von Siegenburg wurde es zum unverkennbaren Hoheitszeichen mit Rechtsstatus schon ab Beginn der Markterhebung und ist dies bis heute geblieben. Es zeigt auf grünem Grund eine Burgansicht in silber, vor blauer Rücklage. Der breitangelegte Tor-Turm ist beidseitig mit je zwei Mauern und je zwei Rundtürmen verbunden. Die Deckungen aller fünf Türme, sowie die der Mauern sind in Rot, die Bekrönungen in Gold.

 

Ein Vorläufer dieses Wappens war schon Hauptbestandteil des frühesten Marktsiegels. Der zum Zeitpunkt der Erstverleihung der Marktrechte um 1306 gefertigte Typar ist verlorengegangen. Der älteste Abdruck als Siegel ist neuerdings mit dem Jahr 1378 belegt. Im Innenbereich schon erkennbar "frei im Feld", die für den Ortsnamen "redende Burg", sicher nachgebildet der im Jahre 1504/1505 zerstörten Herzogsburg. Bereits fünftürmig dargestellt, aber nur die äußeren Türme "spitz bedacht", der mittlere trapezförmig, dazwischen aber noch ohne Mauern. Bis ins frühe 20. Jh. waren bei den mittleren beiden Türmen, perspektiv verzerrt dargestellt, schräge, wohl "dahinterliegende Dachflächen" aufgesetzt. Das Wappen wurde außer im Siegel, anderen Zwecken dienend, auch allein verwendet. Bereits ab 1562 bei Apian, ebenso bei Mielich (1565) und Sibmacher (1605) sind die beiden mittleren Türme zusätzlich "spitz bedacht", die Burg aber auf einem "Zweiberg" stehend. Seit 1955 nun amtlich, zeigt das Wappen alleine und gleicherweise im heutigen Marktsiegel integriert, den schon im Jahr 1912 von Otto Hupp erarbeiteten Vorschlag, ähnlich der Version Apians, allerdings ohne den "Zweiberg".