Aicha, eine kleinere Ansiedlung von heute gut 40 Einwohnern liegt nordöstlich von Siegenburg und ist über den Aichaer Berg hinauf und auch wieder hinunter in eine langgezogene Talsenke, zu erreichen. Die Herkunft des Ortsnamens ist schlüssig zurückzuführen auf „bei den Eichen liegend“. Die Erstnennung, ebenfalls wie bei Tollbach, ist in den Traditionsnotizen des Klosters Weltenburg zu finden anfangs des 12. Jh. Dort benannt als „Eihe“. 1535 verkaufte Leonhard Pilbis den Staudacher-Hof zu Aicha an Sebastian von Thurn. Urkundlich festgehalten ist weiter: ‚‚1554 verkaufte Georg Ziegler zu Aicha mit Erlaubnis des ehrfesten Leonhard Pilbis zu Siegenburg und Richters zu Biburg an den bescheidenen Hanns Obermayer zu Aicha das Staudacher Gut daselbst". Ab 1818 bei der Gemeindebildung zur Steuergemeinde Tollbach gehörig, ging die Ortschaft Aicha bei der Auflösung Tollbachs 1946 im Zuge einer Eingemeindung als Ortsteil im Markte Siegenburg auf. Die Ortsverbindungsstraße (Kreisstraße) Siegenburg-Rohr führte früher durch den Ort; heute verläuft südlich der Ortschaft eine Entlastungsstraße, verkehrstechnisch günstiger. Die landwirtschaftliche Prägung des Ortes ist nach wie vor gegeben und bleibt wohl weiter erhalten. Angesiedelte Betriebe modernisieren Schritt für Schritt. Genauso wie Kirchdorf gehört Tollbach zum Schulverband Siegenburg. Seit 1984 durchschneidet die östlich des Ortes gelegene Streckenführung der BAB 93 die gesamte zugehörige Flur.

In kirchlicher Hinsicht zählt Aicha schon immer zum Sprengel der Pfarrei „St. Elisabeth“, Kirchdorf. Eigene kirchliche Gebäude oder Einrichtungen bestehen nicht (mehr).

 

Aktualisiert und ergänzt von H. Ertlmeier (Archivpfleger Markt Siegenburg)