Bruder Antonius war ein Einsiedler, der in der Mitte des 15. Jahrhunderts in Siegenburg geboren wurde, sich 1457 an den felsigen Ufern der Donau bei Kelheim in eine Berghöhle begab. Sie wird seither das "Bruderloch" (beim heutigen Klösterl) genannt. Einem Aufruf des Papstes Paul V. folgend, ging Bruder Antonius nach Wien ins Kloster und schloss sich dem Heer zum Kampf gegen die Türken an. In Ungarn wurde er 1470 von Straßenräubern ermordet. Über seinen Lebenslauf hat Pfarrer Jakob Christof 1889 ein Volksschauspiel mit dem Titel "Der Selige Antonius von Siegenburg" geschrieben.

Altmann war ein Nachkomme der Grafen Babo von Abensberg. Drei Mitglieder des Adelsgeschlechtes der Herren von Siegenburg trugen den Namen "Altmann".
Altmann I. zu Siegenburg, Vogt von Münchsmünster, + 1094, Gattin Wezila
Altmann II. + 1129, Gattin Geniga
Altmann III. 1129 - 1160. Ein Bruder von Altmann III. - Name Rechwin - wohnte um das Jahr 1136 zu Umelsdorf.
In der Ehrentafel der altbayerischen Chinamissionare aus dem Orden der Jesuiten ist aus Siegenburg Anton Gogeisl aufgeführt.
P. Anton Gogeisl, getauft am 30.10.1701 in Siegenburg, gestorben am 12.10.1771 in Peking.
Eltern: Apolonia und Johann Wofgang Gogeisl, Leutnant in der Kompanie De Tourgis des Dragonerreiments Monastrol. Der Vater war noch 1698 Wachtmeister, 1704 führte er als Hauptmann eine eigene Kompanie und wird beim Einfall Max Emanuels in Tirol von Tioler Bauern gefangen genommen.
Abreise 1736, Ankunft im August 1738. Ab 1739 Beisitzer am astronomischen Amt, ab 1746 stellvertretender Leiter und Mandarin der 6. Klasse, sowie Direktor der Sternwarte.

Im Jahre 1556, als in Bayern Herzog Albrecht V. regierte, unterhielten die Bürger von Siegenburg bereits eine Latein-Schule. Der aus Geisenfeld stammende Marktschreiber Georg Glötzl war der Schulmeister. Er unterrichtete zehn Knaben in Latein, Deutsch und religiöser Zucht. Von jedem Knaben bekam er zwölf Kreuzer. Markt und Kirche zahlten zwanzig Gulden. Zum Unterhalt der Lateinschule mußten die Kirchen von Kipfelsberg (1807 abgebrochen) und von Tollbach jährlich zehn Gulden beitragen.

Er ist am 10.11.1897 in Siegenburg als Sohn eines Försters geboren, wurde 1917 als Pionierleutnant bei der Erstürmung des Brückenopfers von Jakobstadt (Schlacht um Riga) mit dem Militär-Max-Joseph-Orden ausgezeichnet. Mit dem M.M.J.O. ist der persönliche Adel verbunden. Er war nach dem 1. Weltkrieg Adjutant eines Freikorps, bei der Einnahme von Würzburg, Augsburg während der Rätezeit und wurde 1942 mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet für die Rückeroberung von Europatoria. Dort waren am 5.1.1942 starke russische Verbände im Rücken der Angriffsfront von Sewastopol gelandet. Die Kampfgruppe Heigl konnte die drohende Gefahr für die Halbinsel Krim beseitigen.

Neben seinem Wirken als Seelsorger verdient er als Historiker besondere Würdigung. Er hat die Chronik des Marktes Siegenburg geschrieben, die 1869 im Druck erschien. Der Markt hat dieses historisch so wertvolle Büchlein im Jahre 1979 in einer 2. Auflage neu herausgebracht.
Nach dem Besuch des hum. Gymnasiums Amberg, das er mit sehr gutem Abschluss verließ, führte ihn sein Berufsweg in die Diözese München Freising, wo er im Laufe vieler Jahrzehnte eine rege wissenschaftliche Tätigkeit entfaltete. 1853 verlieh ihm die Universität Erlangen die Doktorwürde.
Seine wissenschaftlichen Verdienste zeigt vor allem eine Reihe seiner Veröffentlichungen.
Bürger und Ratsherr von Siegenburg, Erbauer des Schlosses, von 1572 - 1579 Richtern in Traunstein. Sein Grabstein ist am Turm der Pfarrkirche St. Nikolaus eingemauert. Er starb 1586 als Frei-Fürst Leonhart. Pilbis zu Siegenburg und seine Gemahlin, eine geborene Feuerer von Pfettrach, im Jahre 1592.

Pfarrer in Siegenburg, bischöflich geistiger Rat, hat sich beim Bau der Pfarrkirche St. Nikolaus in den Jahren 1892/93 große Verdienste erworben. Er gründete 1894 den Darlehenskassenverein.

Ökonomierat 1852 - 1922. Guts- und Brauereibesitzer in Siegenburg und letzter Namensträger einer alten Siegenburger Familie. Er hat sich durch großzügige Spenden ein bleibendes Andenken geschaffen.