Wir nennen sie Binnendünen, weil sie nicht an der Küste sondern mitten im Binnenland liegen und nicht als Stranddünen entstanden sind.

Die Siegenburger Binnendünen sind etwa 15 ha groß, ein klein hügeliges Gelände mit lückigem Föhrenwald bestockt. Die Humusdecke ist äußerst dünn, nicht überall geschlossen. An vielen Stellen bricht der reine Sand zutage (offene Dünen). Die Sandbuckel sind 5 bis 8 Meter hoch, die Längsdünen bis 300 Meter lang. Die Sicheldünen fallen steil nach Nordosten ab und schwingen sanft nach Südwesten aus.
Unsere Dünen stammen aus der Späteiszeit und sind erzeugt von scharfen Winden. Sie rieben die Steine, lösten Sandkörner aus der Oberfläche und trieben den Sand bis zum nächsten Hindernis.

Da die masseärmeren Enden schneller und leichter weiter wanderten als die massige Mitte der Sanddüne, bogen sich die Flanken vom Winde sichelförmig um. Wären die Dünen nicht eines Tages von der Vegetation eingeholt und festgehalten worden, würden sie heute noch wandern. Der Flugsand ist so rein, so gleichmäßig feinkörnig, so gleichmäßig lichtgelb, dass sein Charakter als nacheiszeitliches Steppenerzeugnis nicht anzuzweifeln ist.

 

     

Der Botaniker findet auf dem extremen Magerboden trotz des heißen Sandes viele herrliche und seltene Pflanzen.

Der Zoologe entdeckt Käfer und Wanzen die als einzige in Süddeutschland vorkommen.
Hier krabbelt ein Ameisenlöwe aus dem Sand.