Staudach
Vor ungefähr fünfzig Jahren wurde auf dem Weg von Train nach Siegenburg, in der Nähe von Staudach, immer ein großer schwarzer Hund mit feurigen Augen gesehen.
Wenn die Bauersleute von Staudach an den Sonntagen nach Siegenburg zur Kirche gingen, lief im Hohlweg regelmäßig dieser unheimliche Hund daher und versperrte ihnen den Weg. Dann ließ er sie wieder einhundertfünfzig Meter weitergehen.
Da tat sich ein fünf Meter langer und zwei Meter hoher weißer Vorhang auf. Konnten die Kirchgänger aber von irgendwoher Glockengeläute vernehmen, so verschwand der Vorhang, und auch von dem vierbeinigen Gesellen war nichts mehr zu sehen.
Alte Frauen erzählten später noch oft vom schwarzen Untier und vermuteten in ihm den Teufel.