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Schulentlassfeier der neunten KlassenArtikel drucken
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37 Neuntklässler konnte Rektor Alfons Buchner in die Arbeitswelt entlassen.

 



Ein freudiger Abschied, denn alle Schüler schlossen mit einem erfolgreichen Hauptschulabschluss, 30 davon mit bestandenem Quali das Schuljahr ab.

„Nach neun Jahren Volksschule steht Euch die erste Berufsausbildung bevor“, so Bürgermeister Franz Kiermaier, „für viele von Euch wird sie nicht die einzige sein.“ Acht Jahre war der Bürgermeister ebenso an der Volksschule in Siegenburg, lernte dann Landwirt, studierte das Lehramt und wurde Bürgermeister. Deshalb gab er auch den Entlassschülern den Rat mit auf den Weg: „lernt so viel als möglich, es gibt kaum etwas, was umsonst ist. Vergesst bestimmte Eindrücke, die Lehrer und Eure Heimat nicht.“

Rektor Alfons Buchner wünschte den Schülern die Kraft, alle Probleme zu stemmen und das Glück immer jemanden an ihrer Seite zu haben, der auf sie Acht gibt. „Habt Mut für Euer zukünftiges Leben, zeigt Ausdauer in Ausbildung und Beruf, bleibt bescheiden in Euren Ansprüchen und bewahrt Euch einen gesunden Humor“, mit diesen Worten schickte der Rektor seine ehemaligen Schützlinge auf den Weg nach draußen.

Durchhaltevermögen und den Mut selbst Entscheidungen zu treffen wünschte Elternbeiratsvorsitzende Franziska Dobler.

Julia Etschmann, Kilian Göttl, Daniel Rohrmeier, Gabriel Frankl und Christian Hermann schauten noch einmal die neun Jahre zurück. Eingeschult wurden die beiden Klassen bei den Lehrerinnen Kornelia Saller und Gabi Frischeisen. Zahlen bis 1000 und ein Grundwortschatz, der für Diktate reichte, beschäftigte die Entlassschüler in der dritten Klasse. Damals wie heute beschäftigt die Viertklässler die Verkehrserziehung. Die meisten Schüler der beiden Klassen blieben am Ort für die Hauptschule, einzelne wechselten in Gymnasium oder Realschule. Neue Fächer in Klasse fünf, viel Spaß in Physik der sechsten Klasse und erste Überlegungen in Richtung Quali waren Thema der Klasse sieben. Ein gutes Zeugnis zu erreichen für erste Vorstellungsgespräche war Ziel der Achten, ja, und nun sind die neun Jahre Herzog-Albrecht-Schule um.

„Früher war es noch einfach“, bemerkte Fördervereinsvorsitzender Christian Köglmeier. „Man machte seinen Schulabschluss, anschließend seine Lehre und blieb bei diesem Beruf.“ Heute müsse man flexibel sein, was aber keinesfalls den Magen flau werden lassen müsse, denn es gebe immer weniger Kinder und einen Fachkräftemangel.

Kurze Charakterbeschreibungen durch Mitschüler wie „der mit der Baggyhose, Kichertante, laufendes Lexikon oder Englischass“ holten die Einzelnen auf die Bühne, um ihr Zeugnis in Empfang zu nehmen.
Maria Reiter und Andrea Lentner bedankten sich im Namen der Neuntklässler bei Rektor Alfons Buchner, den Lehrern, dem Sekretariat, dem Pausenverkauf und dem Aufsichtspersonal.

Norbert Nadler umrahmte mit den Schülern der Klassen 3 und 4 und der Orffgruppe die Veranstaltung musikalisch.

Nadja Maier erklärte den Anwesenden in einem Sketch, warum man lieber a groß Auto wia a kloans Kind sich zulegt.

Die besten Abschlussschüler




Kilian Göttl erreichte den Notendurchschnitt von 1,61. Er wird Fertigungsmechaniker bei der Fa. Wolf in Mainburg lernen. Kilians liebstes Schulfach war der technische Bereich, dort erzielte er auch die Note 1.

Maria Reiter erreichte Schulbeste grade eben nicht. Sie beschloss mit 1,66 ihre Abschlussnote. Maria wechselt in die Berufsfachschule für Hauswirtschaft nach Ingolstadt. „Weil ich Spaß am Haushalt hab, dort was fürs Leben lern, was man immer wieder brauchen kann“, begründet sie ihre Entscheidung.

Christian Hermann
verlässt die Herzog-Albrecht-Schule mit einem Notendurchschnitt von 1,94. Er wird Werkzeugmechaniker bei der BMW in Landshut lernen. Zwei Jungs im Dorf hätten ihn beim reparieren der Traktoren in ihrer Werkstatt mithelfen lassen, das war der Wink in die Berufsrichtung.

 

Redakteur: Helmut Meichelböck
Veröffentlicht: 23.07.2010
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