Am Dienstag, den 20. Juli 2010, wird er die Pfarrgemeinde um 19.30 Uhr in der Gemeindebücherei über die Entwicklung des Projektes „Patenschaften“ und über die Verwendung der Spendengelder informieren. Gerne steht er für all Ihre Fragen zur Verfügung. Er freut sich, viele Pateneltern und Wohltäter persönlich kennen zu lernen bzw. wieder zu sehen.
Seit 1997 konnten 280 Patenschaften geschlossen werden. Derzeit bestehen 186 Patenschaften von 130 Pateneltern. Einzelpersonen, Familien, Vereine, Firmen und Ministranten aus Siegenburg und der Umgebung, aber auch aus Österreich und der Schweiz spenden für eine schulische Ausbildung indischer Kinder.
Mit zehn Euro monatlicher Spende, ermöglichen Paten ganzen Familien in Indien eine Existenzgrundlage. Die Laufzeit einer Patenschaft beträgt 12 Jahre, dann ist das Patenkind schulisch und meist mit einer Lehre ausgebildet.
Patin Paula Hainz erzählt von ihrer Erfahrung mit dem Patenkind:

"Mein Patenkind habe ich schon fünf Jahre. Arockia Raj hat beim Tsunami seine Mutter, seine zwei kleinen Brüder, das Haus und allen Besitz verloren. Die drei überlebenden Buben wachsen bei der Großmutter auf, der Vater ist Fischer.
Mir gefallen das Vorgehen und die Einstellung von Pfarrer Jeremias: Die Patenschaft annehmen und alle darüber hinausgehenden Zuwendungen der Allgemeinheit bzw. dem Projekt zukommen zu lassen, damit kein Neid unter den Kindern aufkommt. Diese sind ja sowieso schon privilegiert durch die Patenschaft. Von jeder Familie wird übrigens nur ein Kind gefördert, damit die Hilfe möglichst breit gefächert ist.
Ich weiß, dass jede Spende gut angelegt ist, weil kein Cent für Verwaltung oder sonstige Bürokratie abgezogen wird. Für einige Jahre erledigte ich selber die Büroarbeiten für das Kottarprojekt, bis dankenswerterweise Frau Sperger dieses Ehrenamt übernommen hat. Sie kommt als Schulsekretärin jedes Jahr an 'neue' Eltern heran.

Angenehm ist auch, dass keine lästigen Werbungen oder gar Hochglanzprospekte (wie teilweise von anderen Hilfsorganisationen) ins Haus kommen.
Das schönste Erlebnis: Als eine Patenschaft beendet war, wollte Pfarrer Jeremias die Adresse der Pateneltern haben, um Ihnen mitzuteilen, dass ihr Patenkind Priester werden möchte. Ich wunderte mich, denn normalerweise ist die Adresse ja bekannt. Als ich nachschaute, stellte ich fest, dass die Kommunionkinder die Patenschaft übernommen hatten."